Erfahrung

"Milchpackerl zu Glasflaschen" und "Pausenräume im Freien" waren die ersten Themen als Klassensprecher im Gymnasium, und schon damals waren die Anliegen meiner Mitmenschen eine Herzensangelegenheit für mich. Auch wenn sich der Themenbereich sehr erweitert hat, vom Schulsprecher der Handelsakademie, später in der Funktion als Obmann der JVP und Bezirksobmann, Landesgeschäftsführer bis hin zu meinem heutigen Amt als Bürgermeister - eines ist über die Jahre unverändert geblieben: Der Wunsch, mich für andere einzusetzen.

Das Engagement in der Kommunalpolitik und als Gemeinderat begann 1997. Ich weiß die Unterstützung sehr zu schätzen, die ich als "Jungspund" von erfahrenen Persönlichkeiten bekam, die mir auch heute noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. In vielen persönlichen Unterredungen durfte ich auf das große Wissen ehemaliger VP-Funktionäre zurückgreifen, was mir bei meiner politischen Entwicklung sehr geholfen hat.

Der April 2000 war ein ganz besonderer Moment in meinem Leben. Damals stellte man die VP Korneuburg "neu" auf, und mir wurde die ehrenvolle Aufgabe zuteil, an der Spitze eines völlig neuen Teams unsere Fraktion in die Zukunft zu führen. Eine große Herausforderung, die ich mit viel Sorgfalt und Leidenschaft annahm.

Durch großes Engagement, das Einbinden der Bevölkerung und viele Aktivitäten gewann die VP Korneuburg in der Folge mehr und mehr an Akzeptanz, und das spiegelte sich in der Gemeindearbeit wider. Mit einem hohen Vertrauensvotum nach der Gemeinderatswahl 2005 durfte ich neben den Stadtratsagenden für Friedhof und Denkmalpflege den Vorsitz des Stadtentwicklungsfonds übernehmen, der die Jahre davor in ein schlechtes Licht geraten war.

"Aufräumen" und Schwerpunkte für die Stadtentwicklung zu setzen, das waren die Herausforderungen zu Beginn. Das Ziel war es, mehr Schwung in die Stadt zu bekommen und die notwendigen offenen Punkte zu erledigen, ob in der Bildung, Kinderbetreuung oder der Infrastruktur. Mit Aktionen wie "Wir gehen durch die Stadt", "Das Wichtigste zuerst", "Grilltour" und anderen Aktivitäten ist es gelungen, die Bevölkerung bei den Anliegen und der Entwicklung der Stadt einzubinden.

Das sehr hohe entgegengebrachte Vertrauen bei der Gemeinderatswahl 2015 war und ist für mich und mein Team der Auftrag, den eingeschlagenen Weg in unserer Stadt weiterzugehen, gemeinsam Bürger/innen, Verwaltung und Politik. Gemeinsam können wir uns den bevorstehenden Herausforderungen wie z.B. Entwicklung unserer Werft stellen und unsere Stadt in eine positive Richtung „lenken“. Aber auch das „Zwischenmenschliche“ darf nicht zu kurz kommen. Wir sind eine Kleinstadt im Umfeld der Bundeshauptstadt und das wollen wir auch bleiben. Eine Stadt wo man sich kennt, grüßt und man sich gegenseitig unterstützt und wenn notwendig, jenen zur Seite steht, die Hilfe brauchen.

Diesen eingeschlagenen Weg werde ich auch in Zukunft mit unverändertem Arbeitseifer beschreiten.

Es gibt noch viele "Milchpackerl" in unserer Stadt, die mir damals wie heute ganz besonders am Herzen liegen.